
Viele Gründe für den Öko-Landbau
Wir haben uns aus verschiedenen Gründen für die ökologische Wirtschaftsweise entschieden. Nach unserem Landwirtschaftsstudium waren wir beide sechs Jahre im Entwicklungsdienst in Nord-Westen Argentiniens und in Bolivien tätig. Dort wurde uns bewusst, dass sich die herkömmliche Agrarpolitik in einer Sackgasse befand und immer noch befindet - von der Produktion von Überschüssen bis hin zum maßlosen Energieverbrauch. Hier verband sich unser agrarpolitisches Interesse mit Belangen des Umweltschutzes. Weitere Motive waren die Gesundheit und der bessere Geschmack von ökologischen Erzeugnissen. Daher haben wir den Hof mit der Betriebsübernahme 1992 gleich auf ökologischen Landbau nach Naturland Richtlinien umgestellt.
Vorteile der biologischen Landwirtschaft sind u.a.:
- Keine chemischen Pestizide. Dadurch sind die Lebensmittel weniger belastet.
V.a. aber unsere Umwelt! Denn die Spritzmittel der konventionellen Landwirtschaft und ihre Abbauprodukte akkumulieren sich im Lauf der Jahre im Boden und im Grundwasser. Außerdem kann bisher kein Mensch sagen, wie die verschiedenen Abbauprodukte miteinander reagieren.
- Keine synthetischen Düngemittel
V.a. die Stickstoffdünger werden mit sehr hohem Energieaufwand erzeugt. Sie führen zwar zu höherem Ertrag, aber auch zu stärkerer Krankheitsanfälligkeit der Pflanzen und zu Nitratbelastung des Grundwassers.
- Einsatz für gentechnikfreie Landwirtschaft
Gentechnisch veränderte Pflanzen, Futtermittel oder Zusatzstoffe sind tabu!
- Tiere sind unsere Mitgeschöpfe
Jedes Tier hat ein Recht auf Platz, Tageslicht und frische Luft. So haben alle unsere Tiere Zugang zu Auslauf- oder Weideflächen. Auch das Futter muss öko sein und kommt zum größten Teil vom eigenen Betrieb. Was wir nicht selbst erzeugen können, wird von anderen Biobetrieben zugekauft. Durch diese gesunde Haltungsform erkranken unsere Tiere deutlich seltener als im konventionellen Bereich. Wenn sie dennoch einmal erkranken, behandeln wir zunächst mit pflanzlichen und homöopathischen Mitteln. Nur im Notfall verschreibt ein Tierarzt ein anderes Medikament. Dann müssen wir aber die doppelte Wartezeit einhalten.
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