
Naturnahe Rinderhaltung
im Naturschutzgebiet Hiller Moor und Minden-Stemmer
Unsere Galloways weiden auf großen Moorwiesen im Naturschutzgebiet "großes Torfmoor". Dieses etwa 500 Hektar große Hochmoor ist eines der letzten erhaltenen Feuchtbiotope Ostwestfalens. 1980 wurde es offiziell zum Naturschutzgebiet erklärt. Seltene oder vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen finden hier einen idealen Lebensraum. Die extensiv genutzten Wiesen im Randbereich des Moores bieten auch den letzten Wildstörchen Nordrhein-Westfalens ausreichend Nahrung, um ihre Jungen aufzuziehen.
Aufgrund ihrer geringen Größe eignen sich die Galloways hervorragend zur praktischen Pflege der empflindlichen Moorwiesen. Mit schonendem Verbiss und ihrem leichten Tritt beweiden sie die Flächen und beugen so einer Verbuschung der Feuchtwiesen vor.
Winterliche Zufütterung
In der vegetationsarmen Winterzeit werden unsere Galloways mit selbsterzeugter, nährstoffreicher Heulage auf den hofnahen Winterweiden zugefüttert.
Geschichtliches
Galloways gelten als eine der ältesten Fleischrinderrassen der Welt. Ihre Robustheit und Widerstandsfähigkeit haben sie bis heute bewahrt. Sie werden das ganze Jahr im Freien gehalten und eignen sich hervorragend zur Landschaftspflege.
Schon die Römer fanden um Christi Geburt in Britannien die Vorfahren der heutigen Galloways vor: hornlose, schwarze Rinder mit vorzüglichem Fleisch. Das alte Fürstentum Galloway in Südwest-Schottland gilt als ihre Heimat. Diese hügelige Landschaft ist bestimmt durch raues Klima mit hohen Niederschlagsmengen und wenig fruchtbaren Böden.
Das doppelschichtige Fell
Ein wesentliches Merkmal der Galloways ist ihr doppelschichtiges Fell mit langem, lockigen Deckhaar und feinem, dichten Unterhaar. Dies und ihre vergleichsweise dicke Haut sowie der angepasste sparsame Stoffwechsel machen die Galloways besonders widerstandsfähig. Deshalb können sie ohne Probleme auch harte Winter im Freien überstehen.
Leben in der Herde
Galloways haben kleine, vitale Kälber, die gleich nach der Geburt auf den Beinen sind und das Euter suchen. Sie wachsen mit den anderen Kälbern bei ihren Müttern in der Herde auf.
Was bedeutet artgerechte Haltung für uns ?
Unsere Galloway-Rinder werden im Freien unter natürlichen Bedingungen geboren und wachsen mit anderen Kälbern bei ihren Müttern auf. Die Tiere leben das ganze Jahr im Freien. Das Gras versorgt die Tiere mit allen wichtigen Nährstoffen. Im Winter kommen die Tiere auf die hofnahen Weiden und werden mit selbsterzeugte Heulage zugefüttert. Diese Fütterung ist genau auf den Bedarf der Tiere abgestimmt. Dabei lassen wir ihnen Zeit zum Wachsen.
Erst im Alter von zwei Jahren bringen wir sie zu einem Schlachthof in der Nähe, so dass ihnen lange, anstrengende Transporte erspart bleiben.
Das Fleisch
Das alles sorgt dafür, dass das Fleisch einen kräftigen, typischen Geschmack hat und feinfaserig, dunkel, saftig und zart ist. Es hat einen niedrigen Gesamtfettgehalt und einen hohen Anteil an essentiellen und ungesättigten Fettsäuren, da die Tiere hauptsächlich von Gras leben.
Gesunde und bewusste Ernährung ist heute aktueller denn je. Immer mehr Verbraucher setzen sich mit diesem Thema kritisch auseinander. Längst ist bekannt, dass Fleisch nicht gleich Fleisch ist. Weitere Informationen zu den Besonderheiten des Galloway-Fleisches finden Sie hier.
Auch die Wissenschaft beschäftigt sich mit Gallowayfleisch. So hat das „Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere“ an der Universität Roststock die Qualität von Gallowayfleisch untersucht: demzufolge nehmen Galloways durch ihre ganzjährige Weidehaltung sehr viele ungesättigte Fettsäuren (Omega3-Fettsäuren) auf, die das Fleisch qualitativ so hochwertig und gesund machen.
Der gute intensive Geschmack beruht auf der feinen Fett-Marmorierung, die sich durch das Muskelfleisch zieht und diesem viel Aroma gibt.
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