
Zur Weihnachtszeit macht die Spielzeugindustrie die besten Umsätze. Das nahmen die Ökotester auch dieses Jahr zum Anlass, Kinder Spielzeug auf seine Inhaltsstoffe hin zu überprüfen. Bereits in den Vorjahren waren die Testergebnisse erschreckend.
Für die Untersuchung kauften die Forscher eine große Bandbreite von Plüschtieren, Handpuppen, Plastikfiguren und Puppen ein. Alles Artikel die Kinderaugen zum Strahlen bringen. Die Ergebnisse hingegen sind niederschmetternd. Wie wie in den Jahren zuvor wurden zahlreiche Schadstoffe im Spielzeug gefunden. Die Schadstoff Belastungen waren teilweise genauso schlecht wie in den vorherigen Tests.
Insgesamt wurden 55 Kinderspielzeuge und auch Trikots auf ihre Schadstoffbelastungen und Kinder-Sicherheit hin überprüft.
Der Inhaltsstoff Phthalatweichmacher (DIBP) wurde in einer Stoffpuppe gefunden. Er steht im Verdacht wie ein Hormon zu wirken und somit die Fortpflanzung und die Entwicklung eines Kindes erheblich stören zu können. Daher wurde er unlängst von der europäischen Chemikalienagentur (ECHA) auf die Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe gesetzt. Normalerweise ist DIBP ein typischer Weichmacher für Kunststoff Produkte. Manche Hersteller zeigten im Vergleich zu den Vorjahresergebnissen eine leichte Besserung auf. Sie verwendeten für ihre PVC-Puppen einen alternativen Weichmacher. Die Ökotester bemängelten allerdings, dass auch dieser Stoff noch nicht ausreichend erforscht wurde.
Viele Spielzeuge fielen durch den Test, weil sie einfach nicht sicher waren. Kleinstteile wie beispielsweise Knöpfe ließen sich zu leicht ablösen und könnten von einem Kind verschluckt werden.
Im Test fiel zudem auf, dass der Spielzeugindustrie die Kontinuität fehlt. Produkte, die im vergangenen Jahr positiv punkteten, rasselten dieses Jahr durch den Test.
Jeder der einem Kind eine Freude machen möchte muss beim Spielzeugkauf genau hinsehen. Hinweise für schlechte Qualität sind nicht immer leicht zu finden.
Hier einige Tipps zum Spielzeugkauf:
- Manchmal liegt es an der Verpackung, aber oftmals kann ein starker Geruch auch ein Hinweis auf Chemikalien sein.
- Überprüfen Sie das Spielzeug vor dem Kauf auf Kleinstteile. Lässt sich etwas lösen oder abmachen? Insbesondere Kleinkinder kauen gerne auf ihrem Spielzeug herum, was abfällt, wird verschluckt und kann zu schweren gesundheitlichen Problemen für das Kind führen.
- Achten Sie genau auf die Etiketten. Slogans wie: “Printed in Germany“ oder „Designed in Germany“ sollen Sicherheit ausstrahlen. Dabei führen sie die Käufer oftmals in die Irre. Tatsächlich ist der „Waschzettel“ in Deutschland bedruckt worden. Das Spielzeug selbst wiederum wurde, mit großer Wahrscheinlichkeit in China produziert.
- Kaufen Sie Kinderspielzeug lieber bei einem Händler Ihres Vertrauens. Viele Behinderten-Werkstätten bieten selbst produzierte Spielzeuge zum Verkauf an. Zudem gibt es zahlreiche kleinere Geschäfte und Internetshops, die ihr Augenmerk auf ökologisch und fair produzierte und nachhaltige Produkte legen.
Die komplette Studie finden Sie auf der Webseite von Ökotest. Infos zu den Ergebnissen des letzten Jahres finden Sie hier.







