
In der aktuellen Studien untersuchten die Greenpeace Forscher in Deutschland angebaute Strauchbeeren auf ihre Pestizid Belastung.
Die Tester kauften in Berlin, Dresden, Frankfurt Main, Friedrichshafen, Karlsruhe, Hamburg und Weingarten insgesamt 31 Proben an Johannisbeeren und Himbeeren.
Die Beeren stammen aus den Supermarkt Ketten von Aldi-Süd, Edeka, Metro/Real und REWE/Penny. Die getesteten Beeren wurden allesamt in Deutschland angebaut, meist stammten sie aus Süd Deutschland.
Die Ergebnisse bei den getesteten Johannis Beeren sind erschreckend. Die Pestizide werden immer mehr miteinander vermischt um so die gesetzlichen Grenzwerte für ein einzelnes Pestizid zu umgehen. Auf manchen Proben wurden bis zu neun unterschiedliche Pestizide gefunden.
Greenpeace Chemieexperte Manfred Santen merkte an: “In jeder untersuchten Johannisbeere stecken im Schnitt sechs Pestizide.” Greenpeace teste bereits im Jahr 2006 Beeren auf ihre Pestizidwerte, damals kamen auf eine Beere im Schnitt drei Pestizide.
Manche der gefundenen Pestizide können die körpereigenen Hormone und die Fortpflanzung beeinträchtigen, krebserregend oder wie ein Nervengift wirken. Bei Proben der Supermärkte Edeka und Tengelmann wurden zudem die illegalen Pestizide Difenoconazol und Dodin gefunden.
Positiv zu vermerken ist die Tatsache, dass Himbeeren im Vergleich zu einem Test aus dem Jahr 2009 inzwischen weniger Pestizid belastet sind. 29 Prozent der Himbeeren waren sogar Pestizid frei, 2009 lag die Zahl bei 20 Prozent. In der Regel werden zwei verschiedene Pestizide in den Himbeeren gefunden.
Die Zahlen belegen eindeutig, der Trend geht hin zu Pestizid Cocktails. Diese Methode wird von der Industrie vermehrt angewandt und der Gesetzesgeber hat bisher nichts unternommen um diese Gesetzeslücke zu schließen.
Wer gerne Beeren isst, muss auf diese nicht verzichten. Die getesteten Himbeeren und Johannisbeeren in Bio Qualität waren gänzlich frei von Pestizid Rückständen. Hier steht einem reuelosem Konsum nichts im Weg. Bio Beeren sind direkt beim Bauern oder in Bio Märkten erhältlich.
Weitere Infos gibt es in der aktuellen Greenpeace Studie.







