Tomaten sind sehr beliebt, das Nachtschattengewächs gibt es in verschiedenen Ausführungen in jedem Supermarkt. Greenpeace wollte in seinem aktuellen Test wissen, wie es bei den Tomaten mit den Pestizid Belastungen aussieht.
Das Greenpeace Team kaufte über ganz Deutschland verteilt in den Supermarktketten Aldi, Lidl, Edeka, Metro, Rewe und Tengelmann/Kaiser's insgesamt 61 Mal Tomaten. Positiv fiel auf, dass die Tomaten insgesamt weniger Pestizid Rückstände aufwiesen. Allerdings wurde die Anzahl der verwendeten Pestizide erhöht. Für die Tomaten wird ein regelrechter Pestizid Cocktail verwendet.
77 Prozent der konventionellen Tomaten waren mit zwei oder mehr Pestiziden belastet. Solche Pestizid Cocktails werden als besonders gefährlich für die Verbraucher eingestuft. Die Ergebnisse sind erschreckend, die herkömmlichen Strauchtomaten waren mit insgesamt 38 und die Cherry Tomaten mit insgeamt 27 verschiedenen Pestiziden belastet. Schockierend ist die Tatsache, dass die meisten dieser Pestizide besonders schädlich für die Gesundheit als auch die Umwelt sind.
Wer Tomaten gerne und oft isst, vermutet in der Regel sich und seinem Körper etwas gutes zu tun. Dem ist bei den herkömmlichen Tomaten leider nicht so. Die Stoffe in den Pestizid Cocktails sind unter anderem für Fortpflanzungsstörungen, Störungen des Hormonskreislaufs und Nervenschäden verantwortlich. Zudem gelten manche als Krebserreger und können das menschliche Erbgut verändern. All das dank dem Konsum von herkömmlichen Tomaten.
Bio Tomaten schnitten im Test von Greenpeace gut ab. 78 Prozent der getesteten Proben waren gänzlich frei von Pestizid Rückständen. Auf 2 Proben wurde das Pestizid (Spinosad) gefunden, welches in der Bio Landwirtschaft eingesetzt werden darf. In einem Fall war die Dosierung des Pestitzids zu hoch.
Abschliessend gilt, wer gerne Tomaten isst sollte seinen Tomaten Konsum auf Bio Tomaten oder Tomaten aus eigenem Anbau beschränken. Am Besten ist es auf Produkte von den strengeren Bio Anbauverbänden zurück zu greifen, wie Demeter, Bioland oder Naturland. Ihre Vorgaben für den Biolandbau sind deutlich strenger, als die des regulären Bio Siegels. Denn wer will schon seinen Körper mit Pestizid Cocktails vergiften?
Weitere Infos gibt es bei Greenpeace.














