
Die Organisation Foodwatch stellte bereits im August 2008 enorm hohe Uran Werte im Trinkwasser 13 deutscher Bundesländer fest. Die damaligen Messwerte ergaben, dass jede 8. der tausendfachen Trinkwasser Proben einen Uran Wert von über 2 Mikrogramm pro Liter aufwiesen.
Die hohen Uranwerte im Trinkwasser stellen insbesondere für Kinder eine Gefahr dar, es kann zu schweren Nierenschäden kommen.
Neueste Foodwatch Studien belegen, dass insbesondere das Trinkwasser aus den Bundesländern Baden Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland Pfalz und Sachsen Anhalt teilweise einen Urangehalt von über 10 Mikrogramm hat.
10 Mikrogramm Uran im Trinkwasser ist der bisher noch unverbindliche, behördliche Leitwert.
Teilweise wird das stark uranhaltige Trinkwasser mit weniger belastetem Trinkwasser vermischt, bevor es aus dem Wasserhahn der Verbraucher fließt, genaue Auskunft kann daher nur der zuständige Versorger geben.
Selbst der damalige Verbraucher Minister Horst Seehofer stellte fest, dass ein Uran Grenzwert für das Trinkwasser dringend notwendig sei. Leider ist bis dato nicht viel passiert. Zuletzt setzte die Regierung einen verbindlichen Grenzwert für Uran im Trinkwasser für Herbst 2009 an. Leider hat sich seitdem nichts geändert.
Im Gespräch ist ein Höchstwert von 10 Mikrogramm Uran im Trinkwasser. Dieser Grenzwert birgt nach wie vor eine Gefahr für Kleinkinder, da dieser Wert viel zu hoch angesetzt wurde. Die Bundesregierung sollte es besser wissen, die deutschen Behörden gaben Studien bei der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) in Auftrag. Die Resultate belegen eindeutig, dass ein Uranwert von unter 10 Mikrogramm für Babys und Kinder nach wie vor ein großes gesundheitliches Risiko birgt. Wie es scheint, ignoriert die Bundesregierung die Resultate der EFSA. Da stellt sich die Frage ob die Interessen der Industrie für die deutsche Bundesregierung ein höheres Gut sind, als die Gesundheit unserer kleinsten Bundesbürger.
Der Konzern E.ON Mitte AG in Kassel bekannte in einer E-mail gegenüber Foodwatch, dass ein Angebot für eine Uranentfernungs Anlage vorläge bereits. Jedoch käme sie nicht zum Einsatz bis ein Uran Grenzwert gesetzlich festgelegt wird.
Der Bericht von Foodwatch in 2008 führte allerdings auch zu einem positiven Ergebnis. Der Ort Maroldsweisach in Bayern hatte damals einen Uranwert von 39,9 Mikrogramm Uran auf einen Liter Wasser. Inzwischen ist eine Uranentfernungsanlage im Betrieb und die Uranwerte liegen seitdem im unbedenklichen Bereich.
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