
Der Frühling steht vor der Tür, die Gärten werden fit gemacht, die ersten Blumenkästen erstrahlen in leuchtenden Farben.
Baumärkte bieten Blumen- und Pflanzenerde in den unterschiedlichsten Variationen an.
Den wenigsten Verbrauchern ist bewusst, dass herkömmliche Blumenerde größtenteils aus Torf besteht. Torf ist der Hauptbestandteil der Moore, sie beheimaten eine große Artenvielfalt an Tieren, Pflanzen und Organismen.
Pro Jahr werden allein in Deutschland 12 Millionen Kubikmeter Torf verwendet, ca. 2 Millionen Kubikmeter Torf werden in privaten Haushalten für Blumenerde verbraucht. Der Torf wird in den überwiegend norddeutschen Mooren rapide abgebaut. Wenn sich nichts ändert wird der Torfvorrat in ca. 10 Jahren zur Neige gehen. Um die Nachfrage nach Torf zu decken, wird inzwischen Torf aus Litauen, Estland und Lettland hinzu gekauft.
Wie kann ich als Einzelperson die Moore retten?
- Kaufen Sie Torf freie Erde, sogenannte Erde auf Pflanzenbasis.
- Torf freie Erde basiert auf Kompost und enthält Rindenhumus, Holzfasern, den Naturdünger Phytoperis uvm.
- Manche Firmen deklarieren Blumenerde mit Aussagen wie “Torf reduzierte Erde” oder “Torf arme Erde” bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass meist nach wievor 60-80 Prozent Torf enthalten sind.
- Besonders empfehlenswert ist Torf freie Erde die mit dem RAL – Gütesiegel ausgezeichnet wurde.
- Pflanzenfreunde mit eigenem Garten können ihre Böden mit aus Kompost gewonnener Erde verbessern.
- Prinzipiell gilt die Faustregel, wer die Erde einmal lockert, hat sie dreimal gegossen und ist die Erde dreimal gelockert ist sie dreimal gedüngt.
Wer beim Einkauf von Erde auf die Deklaration der unterschiedlichen Hersteller achtet, und Torf freie Erde kauft, kann sicher gehen, dass der bewusste Einkauf die Moore auf Dauer schützen wird. Denn der Konsum regelt noch immer die Nachfrage.







