
Die aktuelle Greenpeace Studie macht es einmal mehr deutlich, herkömmliche Salate sind oftmals reine Pestizidschleudern.
Für die aktuelle Salatstudie kaufte das Greenpeace Team im Januar 2010 Kopfsalat und Rucola in Supermärkten und Discountern in: Hamburg, Dresden, Köln/Bonn, Rhein Main Gebiet und München ein.
Die Ergebnisse waren erschreckend, 29 der 36 Salatproben waren mit Pestizidrückständen belastet. Das von Greenpeace beauftragte Labor stellte in manchen Proben sogar Wirkstoffe fest, deren Einsatz in der EU verboten sind, unter anderem das Nervengift Tolclofos-Methyl.
In drei Salat Proben waren die Pestizidgehalte derart hoch, dass die Grenzwerte der zugelassenen Höchstmenge überschritten wurden.
11 der 21 Kopfsalate und vier der Rucola Proben aus konventionellem Anbau, erhielten von Greenpeace das Prädikat nicht empfehlenswert. Lediglich ein Kopfsalat und drei der Rucolaproben aus konventioneller Landwirtschaft konnten als unbedenklich eingestuft werden.
Besonders hohe Pestizidgehalte wurden in Salat aus Italien und Belgien festgestellt. Deutsche und spanische Salate schlossen bei den Pestizidgehalten besser ab.
Der untersuchte Bio Rucola wies kaum Pestizidbelastungen auf. Bei der Untersuchung von 3 Bio Rucola Proben aus Italien wiesen 2 Proben geringe Pestizidbelastungen aus.
Greenpeace verkündete, dass die Belastungen beim Bio Rucola deutlich geringer waren als beim herkömmlichen Rucola und zudem unter der für Bio Produkte empfohlenen Höchstmenge lagen. Bio Kopfsalat war in den herkömmlichen Supermärkten nicht erhältlich.
Die Problematik liegt hauptsächlich darin, dass die frischen Salate im Winter nur in Treibhäusern gedeihen können. Dabei werden Sie meist überdüngt und überspritzt, auf manchen Salatblättern wurden Pestizid Cocktails aus bis zu 15 verschiedenen Pestiziden gefunden. Die Wechselwirkungen der Pestizide untereinander ist bisher weitestgehend unbekannt und gelten daher als bedenklich.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte seine Lebensmittel bevorzugt saisonal konsumieren oder Bio Produkte am Besten von einem der Bioverbände wie Demeter, Naturland oder Bioland kaufen. Deren Vorschriften bezüglich der Anwendungen von Pestiziden sind deutlich strenger als die des regulären Bio Siegels.
Damit der Salat einfach nur schmeckt und keine schädlichen Nachwirkungen im Körper hinterlässt.







