
Sicherlich haben sich viele Bio Konsumenten oder noch Werdende die Frage gestellt, wie verlässlich das gängige Bio Siegel ist. Im Jahre 2002 führte das Land Baden Württemberg das „Ökomonitoring“ ein, seitdem wird die Qualität von Bio Produkten zusätzlich zu den regulären staatlichen Kontrollen überprüft. Dabei werden auch Bio Produkte aus dem Ausland auf Rückstände von Pestiziden, Schimmelpilzen, usw. überprüft.
Ziel des Monitorings ist es, die Qualität und damit den Absatz von Bio Produkten weiterhin zu verstärken.
Im Jahr 2009 stellte sich heraus, dass sich die Beanstandungen bei Steinobst und Kartoffeln verringert haben. Bei Zitrusfrüchten haben sich die Resultate ebenfalls verbessert, hier gab es nur bei vier von 53 Proben etwas zu bemängeln.
Brokkoli hingegen schnitt eher schlecht ab, insgesamt mussten sechs von 18 Proben beanstandet werden. Schuld war hierbei ein erhöhter Gehalt des Herbizids Fluazifop. Der bemängelte Brokkoli stammte größtenteils aus Italien. Des weiteren fielen die Gurken in der Überprüfung negativ auf. Sechs von 26 Gurkenproben aus Spanien, Italien und Marokko hatten erhöhte Fungizid Rückstände.
Insgesamt belief sich die Beanstandungsquote bei Obst und Gemüse auf fünf Prozent. Im Vorjahr 2008 lag diese noch bei 7,5 Prozent. Insgesamt ist der Trend also durchaus positiv zu bewerten.
Wer allerdings auf Nummer sicher gehen möchte sollte Wert auf regionale und saisonale Produkte legen. Empfehlenswert ist der Einkauf bei Mitgliedern der Bio Verbände wie Bioland, Naturland oder Demeter. Sie verpflichten ihre Mitgliedsbetriebe komplett auf Bio Anbau umzusatteln.
Auf diese Weise hat der Verbraucher die größte mögliche Sicherheit, dass keine Pestizide vom Nachbarfeld versehentlich auf seinem Bio Gemüse und Obst landen.







