GREEN Blog

Blickpunkt Ernährung Gentechnik im Essen

Gentechnik im Essen

image
Umfragen belegen, die meisten Verbraucher fühlen sich bei der Vorstellung gentechnisch veränderte Lebensmittel zu essen zu Recht unsicher. Kaum Jemand möchte Gentechnik im eigenen Essen haben.

Wie sieht es mit den Lebensmitteln unseres Alltags aus? Können wir uns ganz sicher sein, dass sie frei von Gentechnik sind?

Gentechnisch veränderte Lebensmittel sind auf den ersten Blick nicht erkennbar. Wie so oft müssen sich die Verbraucher an der Etikettierung orientieren.

Bereits im Jahr 2004 wurde per EU Verordnung 1829/2003/EG und 1830/2003/EG die gesetzlichen Richtlinien festgelegt. Lebensmittel sowie Futtermittel, welche mehr als 0,9% an Gentech Material enthalten, müssen dies auf der Zutatenliste mit dem Zusatz “gentechnisch verändert” ausweisen. Wie sieht es aus, wenn der gentechnische Zusatz unterhalb von 0,9% liegt? Die Hersteller müssen nachweisen können, dass das genetisch veränderte Material “zufällig” und “technisch unvermeidbar” in die Lebens- oder Futtermittel gelangt ist. Zu beachten ist allerdings, dass Produkte von Tieren welche mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gemästet wurden nicht gekennzeichnet werden müssen.

Im Sommer 2009 wurde das ohne Gentechnik Siegel herausgebracht, dessen Verwendung allerdings freiwillig ist.

Umstritten ist nach wie vor die Kennzeichnung bei Produkten mit Zusatzstoffen, die mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt wurden. Bisher ohne Kennzeichnung bleiben beispielsweise Glutamat, Aspartam, Enzyme uvm.

Verbraucher können sich nur mit einem bewussten Kaufverhalten vor Gentechnik Produkten schützen. Bei Fertigprodukten, ob aus dem Eisfach oder aus dem Beutel zum Anrühren ist die Wahrscheinlichkeit, dass einzelne Inhaltsstoffe gentechnisch verändertes Material enthalten sehr hoch. Am Besten ist es selbst und vor allem mit frischen Zutaten zu kochen.

Ökologische Produkte sind frei von Gentechnik und an dem gängigen Bio Siegel, sowie an den Kennzeichnungen der jeweiligen Bio Anbau Verbände, wie Demeter, Bioland, Naturland usw. zu erkennen. Bei Ölen sollten, um sich vor Gentechnik zu schützen, sortenreine Varianten verwendet werden, wie Olivenöl, Distelöl, Sonnenblumenöl und Nussöle. Lebensmittel welche nicht “bio”, allerdings frei von Gentechnik sind werden oftmals noch nicht als solche zu erkennen, da die Hersteller das ohne Gentechnik Siegel kaum nutzen.

80 Prozent der Verbraucher in Deutschland sind gegen Gentechnik im Essen weiteren 20 Prozent ist es schlichtweg egal.

Mit bewusstem Konsum kann jeder Verbraucher auf gentechnik manipulierte Produkte verzichten und sich mit der Ernährung sicher sein.

Bewertungen & Kommentare

Ersten Kommentar abgeben.

 
 
Bewertung (je höher desto besser)
Bewertung*
Ihr Kommentar*
    Geben Sie bitte den Sicherheitscode an.
 
 
Meist gelesenLesenswert

Blog Kommentare

Füchse im Winter
Benutzerbewertung
 
5.0
Geschrieben von karl
"gewrik"
Hilfe für Obdachlose und ihre Hunde
Benutzerbewertung
 
1.0
Geschrieben von Jutta Schmidt
"Ich sitze hier mit einer dicken Aorta, denn die Tatsachen die ICH hier persönlich erlebt habe und..."
Hofläden auf Rügen
Benutzerbewertung
 
5.0
Geschrieben von Hofladen
"Um den kleinen Hofladen mit Ihren tollen Spezialitäten einen Absatzmarkt zu bieten, möchten wir e..."