
Plastiktüten sind überall im Handel erhältlich. Sie müssen in der Regel bezahlt werden, trotzdem kommen allein in Deutschland, Jahr für Jahr mehr als 5 Milliarden Plastiktüten in den Handel. Laut BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) beläuft sich die Anzahl der verwendeten Plastiktüten auf ca. 65 Stück je Person pro Jahr. Hinzu kommt die Verwendung von Gefrier- und Müllbeuteln aus Polyethylen.
Für die Herstellung der Tüten wird unter anderem Erdöl verwendet. Daher lassen sich die Plastiktüten nicht biologisch abbauen, die alten Tüten müssen verbrannt werden. Während des Verbrennungsprozess werden Gifte wie Formaldehyd und Phenole ausgestoßen.
Leider landet nicht jede Plastiktüte in Mülleimern und Mülltonnen. Tüten werden achtlos in die Natur geworfen, obwohl Plastiktüten eine große Gefahr für Tiere darstellen. Meerestiere und Seevögel ersticken immer wieder qualvoll an den Plastikresten.
England, Australien, Tansania, San Francisco, und Ruanda haben für die Verwendung von Plastiktüten aus Polyethylen bereits ein offizielles Verbot ausgesprochen.
Umweltbewussten Menschen sei geraten, anstatt Plastiktüten Stoffbeutel zu verwenden. Sie lassen sich waschen und sind deutlich länger einsetzbar als herkömmliche Plastiktüten.
Teilweise sind bereits kompostierbare Tüten auf dem Markt. Allerdings enthalten diese einen geringen Anteil an einfachen Polymere, sie lassen sich im Kompost nicht komplett abbauen. Jedoch ist die recycelte Variante deutlich besser und Umwelt schonender als herkömmliche Plastiktüten. Die Ökobilanz zeigt, dass unterm Strich die kompostierbaren und die Stofftüten bei Herstellung und fachgerechter Entsorgung weitaus weniger Treibhausgase produzieren als reguläre Plastiktüten.
Naturfreunden nutzen anstatt Plastiktüten lieber Stoffbeutel, Kisten oder Einkaufskörbe.







