
Bereits die alten Ägypter kannten die wundersame Wirkungen von Erde und Matsch. Sie verwendeten Schlamm aus dem Nil um Gliederschmerzen und andere Blessuren zu kurieren.
Zur heutigen Zeit wird Fango aus Mineralschlamm mit vulkanischem Ursprung gewonnen. Italienischer Fango wird in einem aufwendigen Verfahren produziert. Dem sogenannten organischen Fango werden neben Thermalwasser und Algen auch Mikroorganismen zugefügt.
Nach 60 Tagen Reifezeit kann der Fango verwendet werden.
In Deutschland wird Fango meist ohne den Zusatz von Mikroorganismen verwendet. Anstatt dessen wird dem Fango Paraffin zugesetzt. Der sogenannte Parafango wird in kleinen Waben auf 50 Grad erhitzt und dann auf die betroffenen Körperstellen gelegt. Die Wärme fördert die Durchblutung und die Mineralstoffe ziehen tief in die Haut ein.
Fango ist für viele Bereiche einsetzbar, rheumatische Erkrankungen, Nackenverspannungen, Rückenschmerzen und verspannte Muskeln lassen sich mit Fango Packungen lindern oder sogar kurieren.
Ebenfalls wieder voll im Trend sind Moorbäder. Aus der Tiefe des Moors wird Torf gewonnen, welcher reich an natürlichen Wirkstoffen ist. Ein Moorbad wird als warm und angenehm empfunden, die eigentliche Temperatur des Badetorfs ist allerdings deutlich höher. Die enorme Wärme lindert Muskelverspannungen und regt die Durchblutung an. Die enthaltenen rein biologischen Stoffe, wie Huminsäure können Entzündungen, Hautprobleme und Rheuma kurieren.
Fango und Moorbäder trotzen der modernen Technik, der Heilschlamm wird im Wellnessbereich und selbst in Arztpraxen verwendet. Bis heute haben die Forscher noch nicht alle enthaltenen Wirkstoffe von Torf und Fango bestimmt.
Erwiesen ist, dass beide Methoden eine enorme Wirksamkeit haben. Die Anwendungen helfen schmerzgeplagten Menschen Körper und Seele zu entspannen und das auf ganz natürliche Art und Weise.







