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Blickpunkt Ernährung Das Leben der Schweine

Das Leben der Schweine Hot

In Deutschland werden rund 27 Millionen Schweine werden als genetisches Potenzial oder Bestand betitelt. Dies sei die Realität und das wahre Leben, ob die Tiere unter diesen Lebensbedingungen leiden ist absolut nebensächlich und nicht wirklich interessant. Schließlich geht es hier ums Geld.

Hier ein Auszug aus dem Leben eines Schweins :

Im Alter von 3 Wochen, werden die Schweine von den Muttertieren getrennt. Sie führen ihr Leben in einem geschlossenen Raum fort, der auf ca. 30°C erhitzt wird. Die hohe Temperatur sorgt dafür, dass die Tiere fressen, viel fressen. Das ist wichtig, damit sie möglichst schnell möglichst groß und fett werden. Um die Tiere möglichst lange wach zu halten, bleibt das Licht an. Sauen, werden später künstlich befruchtet. Wenn sich nach zwei Versuchen keine Trächtigkeit einstellt, werden sind sie quasi unnütz und werden geschlachtet. Trächtige Tiere werden in Einzelkäfigen gehalten, um eventuelle Rivalitätskämpfe zu vermeiden. Tierschützer sind sich einig, auch hierbei handelt es sich um Tierquälerei. Wenn die Tiere genug Bewegungsfreiheit hätten könnten sie sich bei eventuellen Rivalitäten aus dem Weg gehen.

Im Alter von zweieinhalb Monaten geht die Schweinemast erst richtig los.

Von nun an haben die Tiere aus konventioneller Haltung ca. 0,75qm Platz zum leben. In sogenannten modernen Betrieben fällt der Kot durch Bodenspalten ab. Auf diese Weise kann der Kauf von Einstreu gespart werden und die Bezahlung von Arbeitskräften zum Ausmisten und neu Einstreuen fällt komplett weg. Wieder wird es kostengünstiger für die Agrarbetriebe. Tierschützer wenden ein, dass die Tiere das Stroh brauchen um ihrem natürlichen Erkundungstrieb nach zu gehen.

Ohne jegliche Umweltreize sind die Schweine sich selbst ausgeliefert, dies führt oftmals dazu, dass die Tiere sich gegenseitig die Schwänze abbeissen. Doch auch dafür hat die Agrarindustrie Vorsorge betrieben. Die Ringelschwänze werden bereits im Ferkelalter gestutzt. Somit werden sie deutlich schmerzempfindlicher. Falls ein Schwein gebissen wird, werden schwere Verletzungen vermieden, da sich das Schwein auf Grund des erhöhten Schmerz, schneller zur Wehr setzen wird. Auch in diesem Stadium ist elektrisches Licht enorm wichtig. Die Tiere sind fast immer wach und können sich daher sofort auf den Nahrungsnachschub stürzen. Im Regelfall nimmt ein Schwein auf diese Weise ca. 800 Gramm pro Tag zu.

Beim Eintritt in das finale Maststadium wiegen die Tiere ca. 30 Kilogramm.

Ca. vier Monate später ist ihr Gewicht mit Hilfe der permanenten Mästung bereits auf 125 Kilogramm angestiegen. Vielen Schweinemastbetrieben ist das allerdings nicht schnell genug. Da eventuelle Futter Preisschwankungen die Erträge schmälern könnten. Mit dieser Gewissheit bekommt der gängige Ausspruch : „Du armes Schwein.“ ein neues Gesicht.

Es liegt in der Hand der Verbraucher, für sich zu entscheiden, was sie konsumieren möchten. Bio Fleisch ist nicht nur artgerecht sondern auch gesünder, da auf die Gabe von Antibiotika und anderer Medikamente verzichtet wird. Die Tiere aus Bio Haltung, haben Platz und können sich frei bewegen. Sie haben Zeit zum Wachsen.

Natürlich kostet Bio Fleisch auch mehr, weil die Mast länger dauert und somit kostenintensiver ist. Allerdings handelt es sich hierbei um Fleisch, dass ein Jeder mit gutem Gewissen auf den Tisch bringen kann.

Es geht hier jedoch nicht nur um das Gewissen, sondern vor allem auch um die eigene Gesundheit.

Wer möchte sich schon den Körper mit Medikamenten vollpumpen, nur um in den Genuss von billigem Fleisch zu kommen?
Eines Tages im Leben eines Jeden von uns, wird die Einnahme von Antibiotika unter Umständen über Leben und Tod entscheiden. Wer sein ganzes Leben lang "verseuchtes" Schweinefleisch gegessen hat, wird auf den Wirkstoff Antibiotilka nicht mehr all zu gut reagieren. Im schlimmsten Fall wird der ständige billig Fleischkonsum eines Tages mit dem eigenen Leben bezahlt.

Bei älteren Generationen gab es Fleisch aus Kostengründen, oftmals nur einmal in der Woche. Der altbekannte Sonntagsbraten, in Anbetracht von all dem Leid und dem enormen Plus für die Gesundheit, eine sehr gute Idee.


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