
Die Weltmeere leeren sich, seit vielen Jahren wird über die Überfischung der Weltmeere gesprochen. Ein transgener Lachs soll hier Abhilfe schaffen. Transgene Lachse könnten die Revolutionierung der Fisch Zucht bedeuten. Sie wachsen deutlich schneller als ein natürlicher Fisch und sind besonders widerstandsfähig. Klingt nach der perfekten Lösung für die Rettung der Weltmeere.
Dem ist leider nicht so, schwedische Forscher haben sich in einem seit bisher fünf Jahre anhaltenden Projekt mit der Thematik des pazifischen transgenen Lachse beschäftigt. Die Auswirkungen der genetisch veränderten Lachse auf die Umwelt können enorm sein.
Den transgenen Lachsen werden Gene von anderen Lebwesen eingebaut.
Somit sind sie resistenter gegen Temperaturschwankungen, resistenter gegen Krankheiten und was die Industrie besonderes freut ist, dass sie schneller wachsen. Problematisch hierbei ist, dass der transgene Lachs auch resistenter gegen Umweltgifte ist. Der Fisch absorbiert die Gifte, welche dann vom Verbraucher verzehrt werden.
Die Vorstellung einer Paarung von transgenen Lachsen mit ihren natürlichen Artgenossen macht den Forschern große Sorgen. Da der transgene Lachs bedingt durch seine Widerstandsfähigkeit den natürlichen Lachs komplett ausrotten könnte. Der Zoologe Frederik Sundström vom Department of Zoology an der Universität Göteborg rät dazu, solche genetisch veränderten Fische ausschließlich in geschlossenen Systemen im Binnenland zu züchten bis wissenschaftlich nachgewiesen werden kann, dass es keine Gefahr für Wildbestände gibt.
Bisher ist die Zucht von transgenen Fischen weltweit noch nicht erlaubt. In der EU und den USA gab es bereits zahlreiche Anmeldungen für derartige Vorhaben.
Empfehlenswert ist der Verzehr von Bio-Fisch oder der Erwerb von Fisch aus einer lokalen Fischzucht. Einmal mehr wird es in der Hand des Verbrauchers liegen für welchen Fisch er sich entscheidet.






