
Beim Besuch des örtlichen Bio Supermarkts, wird sich manch einer fragen, woher kommen all das Bio Gemüse und die Bio Früchte.
Andalusien liegt im Süden Spaniens und liefert den Grossteil der Bio Früchte und des Bio Gemüses, welches auf den deutschen Markt kommt. Früher wurde beim Obst und Gemüseanbau in Andalusien, jede Menge Pestizide und Gifte eingesetzt. Langsam verändert sich der Handel und schwenkt auf Bio Anbau um.
Andalusien ist eine sehr trockene Region, der exessive Gemüse und Obstanbau verschlingt Unmengen von Wasser.
In der Region gibt es ca. 1000 illegale Brunnen, sie alle dienen der Bewässerung der Felder. Die Hälfte davon befindet sich in dem Naturschutzgebiet Donana. Das Naturschutzgebiet vertrocknet, wenn der Anbau in diesem Umfang fortgeführt wird. Die Strafe für die Benutzung des illegalen Wassers liegt aktuell bei einem Euro pro Kubikmeter Wasser. Die Strafen sind derart gering, dass die Bauern ohne Scheu selbst auf ihren eigenen Feldern neue Brunnen bohren. Früher oder später wird auch den Bauern das Wasser ausgehen. Aktuell erwirtschaften sie und der Staat große Mengen an Profit, allerdings ohne jegliche Nachhaltigkeit.
Der Bioanbau ist zu einer wichtigen Ertragsquelle für den Staat geworden. Die Zahlen steigen kontinuierlich, im Jahr 2008 verzeichnete Spanien eine Steigerung von 33%, nur auf auf dem Bio Segment. In Andalusiens Provinz Huelva bewirtschaften 1040 Bio Bauern ca. 186 qkm Bioland.
Die Nachfrage nach Bio Produkten steigt stetig. Bislang tragen ca, 50.000 Produkte in Deutschland das rechteckige Bio Siegel. Das Bio Siegel verspricht die Einhaltung der EG Richtlinien bezüglich des Öko Landbau.
Verbraucher haben die Macht eine Veränderung herbeizuführen. Bio Produkte sind ebenfalls aus deutschen Landen erhältlich. Bio Verbände wie Demeter, Bioland und Naturland versprechen hohe Qualität und echte Nachhaltigkeit.
Wer es schafft auf Erdbeeren im Februar zu verzichten und stattdessen vorzugsweise regional und saisonal konsumiert kann einen großen Beitrag zum Naturschutz leisten.







