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Blickpunkt Tierwelt Tierfreunde sollten Delfinarien meiden

Tierfreunde sollten Delfinarien meiden Hot

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Die Hauptferienzeit steht vor der Tür. Artenschutz und Tierschutz Verbände aus ganz Europa bitten die Urlauber Delfinarien zu meiden. Delfinarien stellen für ihre Betreiber ein Millionengeschäft dar, für die Tiere bedeuten die täglichen Shows und die Gefangenschaft eine große Qual. Dr. Sandra Altherr von Pro Wildlife, München sagt : „Nur wenn die Besucher ausbleiben, werden keine Delfine mehr gefangen.“

Aktuell gibt es allein in Europa ca. 60 Delfinarien.

In England wurden bereits sämtliche Delfinarien, dem Tierschutz zu Liebe geschlossen. In Deutschland wurden sie auf drei und in der Schweiz auf zwei Einrichtungen reduziert. Im Gegensatz dazu, sprießen in Ost- und Südeuropa neue Delfinarien wie Pilze aus dem Boden. Die Türkei hat in den letzten Jahren sieben neue Delfin Show Tempel gebaut. Jeder Besucher, jeder dadurch gezahlte Eintritt, fördert den Erhalt der Delfinarien.

Innerhalb der letzten 30 Jahre wurden ca. 73 Delfine gefangen und an europäische Delfinarien weiterverkauft.

Delfine brauchen Platz, sie sind von Natur aus exzellente und vor allem schnelle Schwimmer. Sie brauchen die Weite der Ozeane um artgerecht leben zu können. Die Betonbecken in denen die Tiere gehalten werden sind zu klein um ihnen die nötige Bewegung zu ermöglichen. Delfine sind sehr gesprächige Tiere, in der Gefangenschaft verstummen sie, da ihr Echolot zwischen den Betonwänden nicht mehr funktioniert.
Sigrid Lüber, Präsidentin der Schweizer Organisation Ocean Care, merkt an „Delfine sind nicht dazu geboren, für uns Menschen den Clown zu spielen. Jeder, der die bittere Realität hinter dem scheinbaren Lächeln der Delfine erkennt, wird unseren Standpunkt teilen.” Delfine sind wunderbare und intelligente Lebewesen. Wer die flinken Tiere beobachten möchte, sollte dies in freier Natur tun. Es gibt eine Vielzahl von geführten Whale Watching Touren, die auf dem freien Meer stattfinden. Dort ist es möglich wirklich glücklich lachende Delfine und auch Wale, in freier Wildbahn zu beobachten.

Solange die Delfinarien ausreichende Besucherzahlen haben, werden sie weiter betrieben. Jeder Einzelne kann die Entwicklung der Delfinarien beeinflussen.


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