
Haustieren geht es meist nicht anders, als den menschlichen Besitzern. Wir Menschen fürchten uns meist vor unangenehmen Arztbesuchen, wie der Gang zum Zahnarzt. Unsere Haustiere fürchten sich vor dem Gang zum Tierarzt.
Allein der Gang ins Wartezimmer ist für Frauchen und Herrchen sowie ihre Tiere meist schon enormer Stress.
Nicht alle Tiere vertragen sich miteinander auf engem Raum. Es wird gebellt, miaut, geknurrt und gefaucht. Viele Tierbesitzer möchten in diesem Moment nur im Erdboden verschwinden und werden noch gestresster. Der erhöhte menschliche Stresspegel überträgt sich wiederum auf den Patienten. Inzwischen gibt es einige Praxen die ihre Räumlichkeiten so angelegt haben, dass sich bei Bedarf aus dem Weg gegangen werden kann. Falls dies nicht der Fall ist, kann es schon helfen mit dem Hund vor der Tür zu warten. Wenn das Praxis Personal informiert ist, wird der Aufruf nicht verpasst.
Wer sein Tier von klein auf bei sich hat, hat ideale Voraussetzungen. Welpen und Jungtiere können bereits zu Hause auf den Gang zur Tierarztpraxis vorbereitet werden. Spielerische Untersuchungen, wie auf einen Tisch heben, öffnen des Fangs, Untersuchung von Pfoten und Ohren usw. werden es dem Tier, im Nachhinein beim Tierarzt leichter machen. Katzen sollten das Einsteigen in die Transportbox üben. Beim ersten Tierarztbesuch ist es ratsam schmerzhafte Behandlungen wie Spritzen oder Impfungen, zu vermeiden. Wenn das Tier alle Untersuchungen geduldig über sich ergehen lässt, kann es mit einem Leckerli belohnt werden.
Der Besitzer kann sein geliebtes Tier, sehr einfach und doch sehr wirkungsvoll unterstützen.
Umso entspannter der Halter des Tieres ist, umso entspannter ist auch das Tier selbst. Es ist empfehlenswert dem Tier nicht in die Augen zu starren, es nicht in die Enge zu treiben, sowie ruhig und freundlich mit ihm zu sprechen. Schimpfen, Strafen aber auch Trösten, ist während dem Tierarztbesuchfehl am Platz. Durch den Trost, fühlt sich das Tier in seiner Angst bestätigt und denkt „ ich mache alles richtig und werde dafür gelobt“. Es gibt natürlich auch erwachsenen Tiere welche bereits schlechte Erfahrungen beim Tierarzt oder allgemein mit Menschen gesammelt haben. In diesen Fällen sollte zuvor mit dem Tierarzt gesprochen werden. Dank homöopathischer Mittel wie Bachblüten, kann das Tier bei der Stressbewältigung unterstützt werden.
Mit einigen kleinen Maßnahmen kann der Praxisbesuch mit den Vierbeinern deutlich besser bewältigt werden und führt so zu Ruhe und Entspannung bei allen Beteiligten.







