
Sie werden immer seltener, aber fast Jedem von uns sind sie ein Begriff. Streuobstwiesen sind eine Ansammlung von Obstbäumen, wie Pflaumen, Äpfel, Birnen, Kirschen und Walnuss. Früher stand die Mischkultur von Obstbäumen und Wiesen für den wirtschaftlichen Handel der Landbevölkerung. Die Bauern hatten mehr Nutzungsmöglichkeiten durch den kombinierten Anbau. In harten Zeiten war die Grundversorgung gesichert.
Insbesondere in Höhenlagen, welche ackerbaulich nur schwer zu bewirtschaften sind, erfreuten sich Streuobstwiesen großer Beliebtheit. Im Laufe der 50er Jahre, verloren die Streuobstwiesen an Bedeutung für die Menschen. Das Interesse an Selbstversorgungsobstbau sank stetig. Bis zum Jahre 1974 zahlte die damalige EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) für jeden gefällten Obstbaum eine Prämie. Die Böden der Obstwiesen waren sehr fruchtbar und wurden in Ackerland umgewandelt.
Vielen Land und Grundbesitzern fehlt heute der wirtschaftliche Anreiz um die Bewirtschaftung der Streuobstwiesen aufrecht zu erhalten.
Die Obstbaum Wiesen spielen eine elementare Rolle in der Natur. Sie festigen durch ihr vielseitiges Wurzelgeflecht die Böden und schützen sie vor Auswaschungen und Erosion. Die Obstbäume bieten vielen Tieren und Organismen ein Lebensgrundlage und unterstützen somit den Erhalt der Artenvielfalt. Aufgrund der verschiedenen Ebenen aus Moosen, Gräsern, Sträuchern und der unterschiedlichen Baumebenen stellen Streuobstwiesen ökologische Nischendar. Viele Vogelarten, Fledermäuse und Insekten finden in den Bäumen ihr zu Hause.
Die Erzeugnisse der Streuobstwiesen sind kostenintensiver. Allerdings werden die meisten Streuobstwiesen nach Bio Maßstäben betrieben. Der Kauf der Produkte unterstützt und bestätigt die Besitzer der Streuobstwiesen.
Nachhaltig gesehen kann mit bewusstem Konsum ein Stück landschaftliche Schönheit und die Heimat vieler Tierarten vor dem Aussterben gerettet werden.







